Herz Der Finsternis

Herz Der Finsternis NDR Kultur | NDR Kultur Wissen | 02.08.2016 | 09:20 Uhr

Herz der Finsternis ist eine Erzählung aus dem Jahre von Joseph Conrad. Herz der Finsternis (engl. Originaltitel Heart of Darkness) ist eine Erzählung aus dem Jahre von Joseph Conrad. Inhaltsverzeichnis. 1 Inhalt; 2 Form und. Herz der Finsternis: Roman | Conrad, Joseph, Zeitz-Ventura, Sophie | ISBN: | Kostenloser Versand für alle Bücher mit Versand und Verkauf​. Herz der Finsternis (Reclams Universal-Bibliothek) | Göske, Daniel, Conrad, Joseph, Göske, Daniel | ISBN: | Kostenloser Versand für alle. Joseph Conrad erzählt in "Herz der Finsternis" von einer Reise in den Kongo - und in den Abgrund der Menschheit. Hanjo Kesting stellt es in.

Herz Der Finsternis

Joseph Conrad erzählt in "Herz der Finsternis" von einer Reise in den Kongo - und in den Abgrund der Menschheit. Hanjo Kesting stellt es in. Herz der Finsternis (Reclams Universal-Bibliothek) | Göske, Daniel, Conrad, Joseph, Göske, Daniel | ISBN: | Kostenloser Versand für alle. Herz der Finsternis ist eine Erzählung aus dem Jahre von Joseph Conrad.

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Joseph Conrad: Herz der Finsternis; Literaturpodcast Blaubart & Ginster

Es war noch zu früh für den Doktor, darum schlug ich vor, wir sollten eins trinken, und daraufhin wurde er gemütlich.

Der alte Doktor fühlte meinen Puls und dachte offenbar dabei an etwas ganz anderes. Auch interessant!

Das ist mein Anteil an den Vorteilen, die mein Land aus dem Besitz so herrlicher Ländereien ziehen soll. Entschuldigen Sie meine Fragen, aber Sie sind der erste Engländer, den ich beobachten kann Vermeiden Sie jede Erregung mehr noch als grelle Sonne.

Wie sagt ihr Engländer? Ach ja, good-bye. Es blieb noch eines zu tun: meiner ausgezeichneten Tante Lebewohl zu sagen.

Ich fand sie frohlockend. Darüber hinaus sollte ich scheinbar auch noch ein Arbeiter sein, ihr versteht mich schon, vom Schlage der Arbeiter im Weinberge, und etwas wie ein Sendbote des Lichts.

Nicht viel weniger als ein Apostel. Es ist merkwürdig, wie weit entfernt die Frauen von der Wahrheit sind. Sie leben in einer Welt ihrer eigenen Schöpfung, dergleichen es nie gegeben hat und auch nie geben kann.

Denn diese Welt wäre zu schön, und wollten sie sie wirklich in den Raum stellen, so würde sie vor dem ersten Sonnenuntergang in Stücke gehen.

Die eine oder die andere der verwünschten Tatsachen, die wir Männer vom Tage der Schöpfung an ruhig in den Kauf genommen haben, würde aufstehen und alles umstürzen.

Daraufhin wurde ich umarmt, gebeten, Flanell zu tragen, ganz bestimmt oft zu schreiben und so weiter; dann ging ich. Ich betrachtete die Küste.

Eine Küste betrachten, wie sie am Schiff vorbeigleitet, kommt dem Nachdenken über ein Rätsel gleich. Die Sonne war unerbittlich, das Land schien von Wasserdampf zu triefen.

Wir stampften dahin, hielten an, landeten Truppen; fuhren weiter, landeten Beamte, die Zoll einheben sollten, in einem Landstrich, der eine gottverlassene Wildnis schien, mit einem Wellblechdach und einer Flaggenstange darin; landeten Truppen — wohl um die Zollwächter zu schützen.

Wie ich hörte, ertranken einige davon in der Brandung, — doch ob so oder so, niemand schien sich sonderlich darum zu kümmern.

Die Leute wurden einfach ausgesetzt, und wir fuhren weiter. Die Stimme der Brandung, die ich dann und wann hörte, war mir eine rechte Freude, wie die Rede eines Bruders.

Sie war etwas Natürliches, das seinen Grund und seinen Sinn hatte. Dann und wann gab einem ein Boot vom Ufer her eine kurzwährende Berührung mit der Wirklichkeit.

Sie brüllten und sangen. Sie brauchten keine Entschuldigung für ihr Dasein. Für eine Zeitlang hatte ich dann wieder das Gefühl, in einer Welt kerniger Tatsachen zu leben; doch das Gefühl hielt nicht lange an.

Irgend etwas tauchte plötzlich auf und verscheuchte es. Einmal, erinnere ich mich, kamen wir an ein Kriegsschiff, das weitab der Küste vor Anker lag.

Die Flagge hing schlaff wie ein Fetzen am Toppmast. In der leeren Unendlichkeit von Land, Himmel und Wasser lag der Kreuzer da, unverständlich, und feuerte in einen Erdteil hinein.

Nichts konnte geschehen. Er nannte sie Feinde! Wir liefen noch einige Orte mit lächerlichen Namen an, wo der Brauttanz von Tod und Geschäft in einer reglosen, erdigen Luft, wie der einer überhitzten Katakombe, vor sich geht.

Wir hielten nirgends lange genug, um tiefere Eindrücke gewinnen zu können, doch ein zielloses, bedrückendes Staunen erfüllte mich mehr und mehr.

Es war wie ein müdes Wandern auf Spuren böser Träume. Wir gingen vor dem Sitz der Regierung vor Anker. Meine Arbeit aber sollte erst etwa zweihundert Meilen weiter stromaufwärts beginnen.

Ich fuhr auf einem kleinen seetüchtigen Dampfer. Der Kapitän war ein Schwede und lud mich, da er mich als Seemann erkannte, auf die Brücke ein.

Er war ein junger Mann, schlank, blond und mürrisch, mit schlichtem Haar und schleppendem Gang.

Ich bejahte. Ich möchte wohl wissen, was aus den Burschen wird, wenn sie ins Innere kommen. Er schlurfte beiseite, spähte aber dabei mit einem Auge wachsam voraus.

Es war noch dazu ein Schwede. Warum, um Gottes willen? Er spähte immer noch scharf voraus. Vielleicht ist ihm die Sonne zuviel geworden, oder das Land.

Eine Felsenklippe tauchte auf, aufgewühlte Erdhaufen am Ufer, ein paar Häuser auf einem Hügel, andere, mit Blechdächern, inmitten einer Wildnis von Ausgrabungen, oder schräg an den Hängen klebend.

Der anhaltende Lärm der Stromschnellen weiter oben begleitete dieses Bild unbewohnter Verwüstung. Ein paar Leute, meist schwarz und nackt, krochen wie Ameisen umher.

Leben Sie wohl! Ein Rad fehlte. Das Ding sah tot aus wie ein Tierkadaver. Ich kam noch an einigen verrotteten Maschinenteilen vorüber, auch an einem Haufen rostiger Schienen.

Zur Linken bot eine Gruppe von Bäumen ein wenig Schatten, und schwarze Gestalten schienen sich langsam darin zu bewegen.

Ich blinzelte hinüber; der Weg war steil. Rechts ertönte ein Hornsignal, und ich sah die Schwarzen davonrennen. Eine schwere und dumpfe Detonation erschütterte den Grund, eine Rauchwolke kam aus der Klippe heraus, und das war alles.

Keine Veränderung zeigte sich an der Oberfläche des Felsens. Sie waren dabei, eine Eisenbahn zu bauen. Sechs Schwarze kamen hintereinander daher und keuchten den Pfad herauf.

Schwarze Fetzen waren um ihre Lenden gewickelt, und die kurzen Enden wippten hinter ihnen her wie Schwänze.

Es war der gleiche schicksalsschwere Ton; nur konnten diese Menschen hier beim besten Willen nicht als Feinde bezeichnet werden.

Alle die mageren Brustkasten keuchten zusammen, die heftig geblähten Nüstern zitterten, die Augen stierten krampfhaft nach oben. Sie gingen haarscharf an mir vorbei, ohne einen Blick, mit der völlig apathischen Gleichgültigkeit unglücklicher Wilder.

Hinter dem Häuflein Elend kam einer der Bekehrten, die Frucht der neuen Kräfte, die am Werke waren, nachlässig einhergeschlendert und hielt ein Gewehr an der Laufmitte.

Im Grunde genommen hatte ich ja auch meinen Anteil an der heiligen Sache und den erhabenen und gerechten Vorgängen. Anstatt weiter hinaufzugehen, wandte ich mich um und ging nach links wieder hinunter.

Ich habe Schläge austeilen und abwehren müssen. Ich habe Widerstand leisten und manchmal auch angreifen müssen — was ja eine Art des Widerstandes ist —, ohne allzu genau nach dem Preis zu fragen, nur den Anforderungen der Lebensweise entsprechend, die ich mir erwählt hatte.

Wie heimtückisch er überdies noch sein konnte, das sollte ich erst einige Monate später und rund tausend Meilen weiter weg erfahren.

Im Augenblick stand ich bestürzt da wie vor einer Warnung. Es war weder ein Steinbruch, noch eine Sandgrube, soviel stand fest.

Einfach ein Loch. Seine Entstehung konnte vielleicht mit dem menschenfreundlichen Wunsch in Verbindung sein, den Verbrechern etwas zu tun zu geben.

Dann stürzte ich beinahe in eine ganz enge Schlucht, die kaum mehr war als eine Hiebwunde im Hügel. Nicht eine davon war unzerbrochen.

Als hätte sich jemand einen Scherz daraus gemacht. Endlich kam ich unter die Bäume. Meine Absicht war, im Schatten ein wenig zu verweilen; doch kaum war ich dort, so schien es mir schon, als wäre ich in die Düsternis irgendeines Inferno geraten.

Die Stromschnellen waren nahe, und ein ununterbrochenes, eintöniges, betäubendes Geräusch erfüllte die trübe Stille des Haines, wo kein Atemzug zu hören war, kein Blatt sich rührte, mit einem geheimnisvollen Laut — als wäre das Dahinsausen des Erdballs durch den Raum plötzlich hörbar geworden.

Die Arbeit ging ihren Gang. Die Arbeit! Und dies war der Ort, an den sich einige der Helfer zurückgezogen hatten, um zu sterben.

Sie starben langsam — das war klar. Sie waren keine Feinde, sie waren keine Verbrecher, sie waren nun nichts Irdisches mehr — nichts als schwarze Schatten, krank und verhungert, die durcheinander in dem grünen Dämmern lagen.

Diese sterbenden Gestalten waren frei wie die Luft — und fast auch so dünn. Ich begann das Glitzern von Augen unter den Bäumen wahrzunehmen.

Dann entdeckte ich beim Niederblicken ein Gesicht nahe an meiner Hand. Mir fiel nichts anderes ein, als ihm einen der guten schwedischen Schiffszwiebacke anzubieten, die ich noch in der Tasche hatte.

Die Finger schlossen sich langsam darum und hielten fest — es erfolgte keine andere Bewegung, kein anderer Blick. Wo hatte er es her?

War es ein Abzeichen — ein Schmuck — ein Amulett — ein Talisman? Nahe bei dem gleichen Baum hockten noch zwei scharfkantige Menschenbündel auf hochgezogenen Beinen.

Ich hatte keine Lust mehr, im Schatten zu verweilen, und ging hastig der Station zu. Keinen Hut. Er wirkte einfach verblüffend und trug einen Federhalter hinter dem Ohr.

Ich hätte den Burschen vor euch gar nicht erwähnt, hätte ich nicht von seinen Lippen zuerst den Namen des Mannes gehört, der für mich mit den Erinnerungen an jene Zeit unlöslich verbunden ist.

Überdies empfand ich auch Hochachtung vor dem Menschen. Jawohl, ich achtete seinen Kragen, seine breiten Manschetten, sein gebürstetes Haar.

Das nennt man Rückgrat. Sein gestärkter Kragen und die gut gebügelte Hemdbrust waren Energieleistungen.

Es war nicht leicht. Sie hatte eine Abneigung gegen die Arbeit. Auch hatte er eine Leidenschaft für seine Bücher, die in peinlichster Ordnung waren.

Ich lebte in einer Hütte im Garten, um aber dem Chaos zu entrinnen, flüchtete ich mich manchmal in das Kontor des Buchhalters.

Mitunter erhob er sich, um ein paar Schritte zu gehen. Als ein Rollbett mit einem Kranken irgendeinem Agenten aus dem Innern hereingeschoben wurde, zeigte er höfliche Ablehnung.

Und ohnedies ist es in diesem Klima unendlich schwierig, Rechenfehler zu vermeiden. Eine Karawane war hereingekommen.

Ein wüstes Durcheinander ungefüger Laute brach jenseits der Plankenwand los. Der Buchhalter stand langsam auf. Die dort oben — der Aufsichtsrat in Europa, Sie verstehen schon — haben manches mit ihm vor.

Er wendete sich wieder seiner Arbeit zu. Es hat keinen Wert, euch viel davon zu erzählen. Pfade, Pfade überall. Die Bevölkerung war längst ausgewandert.

Nur waren hier auch die Wohnungen dazu verschwunden. Ich kam zwar noch durch einige verlassene Dörfer. Es liegt etwas ergreifend Kindliches über Ruinen von Graswänden.

Lagern, kochen, schlafen, Lager abbrechen, marschieren. Da und dort ein Träger tot im Geschirr, der im langen Gras am Wege ruhte, eine leere Wasserflasche und seinen langen Stab neben sich.

Einmal konnte ich mich nicht enthalten, ihn zu fragen, was er sich gedacht habe, als er hier herausgekommen sei. Da er fast zwei Zentner wog, so kam ich aus dem Ärger mit den Trägern nicht heraus.

Sie wurden störrisch, rannten davon, rissen mit ihrer Ladung während der Nacht aus — eine förmliche Meuterei. So hielt ich eines Abends eine Ansprache, auf englisch, von Gebärden begleitet, von denen keine den sechzig Augenpaaren vor mir entging, und setzte am nächsten Morgen die Hängematte an der Spitze in Marsch.

Die schwere Tragstange hatte ihm die Nase zerschunden. Er drang heftig in mich, ich sollte jemand umbringen, doch war weit und breit nicht der Schatten eines Trägers zu sehen.

Aber das alles hat ja keinen Zweck. Sie war an einem Nebenarm angelegt und von Busch und Wald umgeben, mit einem netten Gürtel übelriechenden Morastes auf einer Seite und auf den drei anderen von einem wackeligen Schilfzaun umschlossen.

Ich war wie vom Donner gerührt. Damals sah ich die tatsächliche Bedeutung dieses Schiffbruchs nicht sofort ein.

Heute glaube ich sie zu sehen, bin dessen aber durchaus nicht recht sicher — durchaus nicht. Damals aber, im ersten Augenblick, stellte es sich einfach als niederträchtiges Pech dar.

Der Dampfer war gesunken. Ich fragte mich, was ich da zu suchen hatte, da doch mein Schiff verloren war. Das und die Ausbesserung, als ich endlich die Stücke in die Station gebracht hatte, nahm mehrere Monate in Anspruch.

Meine erste Unterredung mit dem Direktor war merkwürdig. Er bot mir nach meinem Morgenmarsch von zwanzig Meilen keinen Platz an.

Seine Gesichtsfarbe war so alltäglich wie seine Züge, sein Benehmen und seine Stimme. Seine Augen, vom üblichen Blau, waren vielleicht bemerkenswert durch ihre Kälte, und tatsächlich konnte er seinen Blick schneidend und schwer wie einen Axthieb auf einem ruhen lassen.

Doch selbst dann schien der Rest seiner Persönlichkeit die Absicht Lügen zu strafen. Im übrigen war da noch ein unbeschreiblich flüchtiger Ausdruck auf seinen Lippen, etwas Verstohlenes — ein Lächeln — kein Lächeln — ich sehe es noch vor mir, kann es aber nicht beschreiben.

Es stellte sich am Ende seiner Reden ein und wirkte wie ein Siegel, das den Worten aufgedrückt wurde, um den Sinn noch des alltäglichsten Satzes unergründlich erscheinen zu lassen.

Er war ein gewöhnlicher Händler, der von Jugend an in diesen Gegenden gearbeitet hatte — nichts weiter. Das war es, Unbehagen.

Nicht mehr. Ihr macht euch keine Vorstellung, wie wirksam eine solche Fähigkeit sein kann. Ihm fehlte die Gabe, aus sich heraus etwas zu schaffen, Anordnungen zu geben oder auch nur, Vorhandenes in Ordnung zu halten.

Das zeigte sich unter anderem zur Genüge in dem trostlosen Zustand der Station. Er hatte keine Vorbildung, keine Intelligenz.

Auf seinen Posten war er gekommen — wodurch? Vielleicht, weil er niemals krank war Denn strotzende Gesundheit inmitten allgemeinen körperlichen Verfalls bildet in sich selbst eine Art Macht.

Das konnte man aus seinen gelegentlichen Bemerkungen entnehmen. Er schuf nichts, er konnte einfach nur die Arbeit in Gang halten.

Sonst nichts. Dieses Geheimnis gab er nie aus der Hand. Vielleicht war gar nichts in ihm. Man konnte sich einbilden, Dinge gesehen zu haben — aber das Siegel stand davor.

Er war weder höflich noch unhöflich. Er war ruhig. Sobald er meiner ansichtig wurde, begann er zu sprechen.

Ich sei recht lange unterwegs gewesen, er habe nicht warten können. Habe ohne mich aufbrechen müssen.

Die Stationen stromaufwärts hätten frisch versorgt werden müssen. Herr Kurtz sei Ich fühlte mich müde und gereizt.

Zum Teufel mit Kurtz, dachte ich. So sprechen die da unten schon von ihm! Als nächstes wünschte er zu wissen, wieviel Zeit es wohl brauchen würde, um Ich unterbrach ihn abermals.

Das sollte für die Geschichte wohl genügen. Er war ein geschwätziger Trottel. Ich ging am nächsten Tag an die Arbeit und wandte sozusagen der Station den Rücken.

Nur so erschien es mir möglich, meinen Anteil am werktätigen Leben weiter zu sichern. Mitunter fragte ich mich, was das alles wohl bedeuten sollte.

Sie wanderten da- und dorthin, mit ihren lächerlichen langen Stäben in den Händen, wie eine Schar ungläubiger Pilger in die baufällige Umzäunung gebannt.

Man hätte glauben können, sie beteten es an. Ein Hauch törichter Raffsucht wehte durch all das, wie die Ausdünstung eines Kadavers.

Bei Gott! Nie in meinem Leben habe ich etwas so Unwirkliches gesehen. Oh, diese Monate! Reden wir nicht davon! Verschiedenes ereignete sich.

Ich schlenderte hinauf. Eile war unnötig. Das Ding war ja abgebrannt wie eine Streichholzschachtel. Hoffnungslos vom ersten Augenblick an.

Die Flamme war hochgeschossen, hatte alles zurückgetrieben, alles beleuchtet — und war wieder zusammengesunken. Der Schuppen war nur noch ein Haufen glühender Asche.

Nahebei wurde ein Neger geprügelt. Man sagte mir, er habe den Brand auf irgendeine Weise verschuldet; ob das nun stimmte oder nicht, jedenfalls schrie er ganz fürchterlich.

Als ich mich aus dem Dunkel der Glut näherte, fand ich mich plötzlich gerade hinter zwei Männern, die miteinander sprachen.

Einer der Männer war der Direktor. Ich wünschte ihm einen guten Abend. Der andere blieb. Er war ein erstklassiger Agent, jung, elegant, ein wenig verschlossen, mit einem kleinen Spitzbart und einer Hakennase.

Er war zurückhaltend gegen die anderen Agenten, die ihrerseits behaupteten, er sei vom Direktor bestellt, um sie zu bespitzeln.

Ich selbst hatte kaum je zuvor mit ihm gesprochen. Wir kamen ins Gespräch und schlenderten allmählich von den zischenden Trümmern fort.

Dann lud er mich auf sein Zimmer ein, das im Hauptgebäude der Station lag. Das Amt, das diesem Burschen anvertraut war, war die Herstellung von Ziegeln — so hatte man mir gesagt; doch war nirgends in der Station das kleinste Stückchen Ziegel zu sehen, und er war länger als ein Jahr da — und wartete.

Vielleicht auf einen besonderen Schöpfungsakt. Doch warteten ja sie alle — alle die sechzehn oder zwanzig Pilger — auf irgend etwas; und auf mein Wort, nach der Art, wie sie es taten, schien es keine üble Beschäftigung, wenn auch, soviel ich sehen konnte, keinem von ihnen etwas anderes zuteil wurde, als irgendeine Krankheit.

Sie schlugen die Zeit damit tot, indem sie einer gegen den anderen in der kindischsten Weise hetzten und wühlten. In der ganzen Station herrschte geradezu Verschwörerstimmung; aber natürlich kam es nie zu einem greifbaren Ergebnis.

Das eine war so unwirklich wie alles andere — wie die menschenfreundlichen Vorwände des ganzen Unternehmens, wie ihr Gerede, ihre Herrschaft, ihre angebliche Arbeit.

Das einzig echte Gefühl war die Sehnsucht, auf eine Faktorei im Innern zu kommen, wo Elfenbein zu holen und also auf Prozente zu rechnen war.

Geradeswegs ein Pferd zu stehlen. Ganz recht. Er hat es getan, vielleicht kann er reiten. Aber es gibt eine Art, nach einer Halfter zu sehen, die den mitleidigsten aller Heiligen dazu bringen könnte, einfach dreinzuschlagen.

Er spielte unaufhörlich auf Europa an, auf die Leute, die ich nach allgemeiner Ansicht dort kannte, fragte auch geradezu nach meinen Bekannten in der Grabesstadt, und so weiter.

Seine kleinen Augen glitzerten wie Glimmerschein vor Neugierde, obwohl er sich mühte, wenigstens einen Rest von Hochmut beizubehalten.

Zuerst war ich erstaunt, doch sehr bald wurde ich höchst neugierig, zu erfahren, was er eigentlich aus mir herausbringen wollte.

Ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, was an mir ihm der Mühe wert scheinen mochte. Es war lustig, zu sehen, wie er sich vergeblich mühte.

Denn tatsächlich hatte ich ja nichts als Fieberschauer im Leibe, und im Kopfe nichts weiter als die verteufelte Sache mit meinem Dampfer.

Ich erhob mich. Dann bemerkte ich eine kleine Ölskizze, auf Holz gemalt; sie stellte eine verhüllte Frau mit verbundenen Augen dar, die eine brennende Fackel trug.

Und Elfenbein ist mit Abstand das wichtigste Handelsgut der Gesellschaft. Der Dampfer, den Marlow übernehmen soll, befindet sich weitere Kilometer stromaufwärts.

Trampelpfade, überall Trampelpfade; ein in die Erde getrampeltes Netz aus Pfaden, das sich über ein leeres Land ausbreitete, durch hohes Gras, durch niedergebranntes Gras, durch Dickicht, in frostkalte Schluchten hinunter und hinauf, auf hitzeglühende Steinhügel hinauf und hinunter, und eine Einsamkeit, eine Einsamkeit, niemand, keine Hütte.

Camp aufstellen, kochen, schlafen, Camp abbrechen, marschieren. Hie und da ein toter Träger, mit seinem Joch im hohen Gras neben dem Pfad liegend, mit einem leeren Wasserkürbis und seinem langen Stab.

Nach 15 Tagen erreicht Marlow die Zentralstation, wo ihn ein Direktor der Handelsgesellschaft erwartet. Der will mit dem Flussdampfer weiter ins Landesinnere, um seinen erkrankten Agenten Kurtz abzuholen.

Aber der Boden des Blechkahns wurde vor zwei Tagen an Felsen aufgerissen. Er muss erst gehoben und repariert werden.

Die Arbeit dauert Monate, denn die verfügbaren Arbeiter sind faul, und die zur benötigten Ersatzteile treffen, wenn überhaupt, nur nach und nach ein.

Wir brauchen, um die hohe Aufgabe zu bewältigen, die uns von Europa sozusagen übertragen worden ist, vertieftes Wissen, weitreichende Zustimmung, zielgerichtete Beharrlichkeit.

Und zwischendurch musste ich noch auf den Wilden aufpassen, der mein Heizer war. Er war ein Spitzenmann: konnte einen vertikal stehenden Kessel heizen.

Dort war er, tief unter mir, und, ich schwörs euch, sein Anblick war so aufbauend wie der eines Hundes, der in Hosen und Federn auf den Hinterbeinen geht.

Ein paar Monate Übung hatten bei diesem wirklich wundervollen Burschen ausgereicht. Er schielte mit einer erkennbaren Anstrengung, keine Angst zu zeigen, nach der Dampfdruck- und der Wasseranzeige — und er hatte zudem spitz gefeilte Zähne, der arme Kerl, und zu seltsamen Mustern geschorene Wolle auf seinem Schädel, und drei Ziernarben auf jeder seiner Wangen.

Also schwitzte und heizte er, und beobachtete angstvoll das Glas mit einem improvisierten Talisman aus Lumpen am Arm, und einem Stück eines zugespitzten Knochens, das ihm mit der stumpfen Seite nach unten in der Unterlippe steckte , während die waldigen Ufer langsam an uns vorbeiglitten […] Der Kessel schien tatsächlich einen schlecht gelaunten Teufel in sich zu haben und folglich hatten weder jener Heizer noch ich Zeit, in unsern schauervollen Gedanken zu baden.

Wir hatten unterwegs ein paar dieser Kerle angeheuert. Gute Leute — Kannibalen — wenn sie zu Hause waren.

Man konnte mit ihnen arbeiten, und ich bin ihnen dankbar. Und ich sah, dass irgendeine Hemmung, eines jener Menschengeheimnisse, die den Gesetzen der Wahrscheinlichkeit spotten, mit im Spiel war.

Es war unirdisch, und die Menschen waren — nein, sie waren nicht unmenschlich. Genau, versteht ihr, das war das Schlimmste von allem — der Verdacht, dass sie nicht unmenschlich waren.

Er drang uns langsam ins Bewusstsein. Die Luft war warm, dick, schwer, zäh. Im Glanz des Sonnenscheins lag keine Freude.

Die langen Streckenabschnitte des Flusslaufs dehnten sich öde vor uns und führten ins Düster schattenverhangener Fernen hinein.

Auf silbrig glänzenden Sandbänken sonnten sich nebeneinander Flusspferde und Krokodile. Es war das Schweigen einer gnadenlosen Macht, die über unverstehbaren Plänen brütete.

Uns rachsüchtig ansah. Bevor es noch weitere Tote oder Verletzte gibt, ziehen sich die Angreifer zurück.

Nicht die ziellos aus der Hüfte abgegebenen Gewehrschüsse, sondern der gellende Lärm der Dampfpfeife scheint sie vertrieben zu haben.

Während der Direktor hinaufgeht, redet Marlow mit einem 25 Jahre alten Russen, der wie mit dem Narrenkostüm einer Schauspielertruppe bekleidet ist.

Er sei zu Hause fortgelaufen, erzählt er, und habe auf einem russischen Schiff angeheuert. Der ausgemergelte Russe bewundert Kurtz. Doch obwohl er den Agenten bereits zweimal gesund gepflegt habe, klagt er, müsse er sich vor ihm in Acht nehmen.

Der Jährige berichtet Marlow von Kulthandlungen, mit denen Kurtz die Eingeborenen dazu gebracht hat, ihn wie einen Gott zu verehren.

Jetzt sei Kurtz todkrank, sagt der Russe, aber er habe den Angriff auf den sich nahenden Flussdampfer initiiert, um nicht aus der Wildnis geholt zu werden.

Endlich kann sich Marlow selbst ein Bild von der sagenumwobenen Persönlichkeit machen. Dann entdeckt er auch noch, was es mit den vermeintlichen Zierkugeln auf Pfosten vor dem Haus der Station auf sich hat, die so gar nicht zu dem verwahrlosten Zustand passen.

Als er das Fernglas scharf stellt, trifft es ihn wie ein Faustschlag ins Gesicht:. Dann bewegte ich mein Fernglas sorgfältig von Pfosten zu Pfosten und erkannte meinen Irrtum.

Sie wären sogar noch eindrucksvoller gewesen, jene Schädel an den Pfostenspitzen, wenn ihre Gesichter nicht dem Haus zugewandt gewesen wären.

Sie trug ihren Kopf hoch erhoben; ihre Haare hatten die Form eines Helms; sie trug einen Beinschutz aus Messing, der ihr bis zum Knie ging, bis zu den Ellbogen reichende Handschuhe aus Messingdraht, einen karminroten Fleck auf jeder der hellbraunen Wangen, zahllose Halsbänder aus Glasperlen; bizarre Gegenstände, Amulette, Gaben von Hexern hingen an ihr herum und glitzerten und bebten bei jedem Schritt.

Sie trug gewiss den Gegenwert mehrerer Elefantenzähne auf sich. Und in der Stille, die sich jäh über das ganze trauervolle Land gelegt hatte, schien die unendliche Wildnis, der gewaltige Körper des fruchtbaren und geheimnisvollen Lebens auf sie zu blicken […].

Er stirbt noch auf dem Flussdampfer. Niemals habe ich eine solche Veränderung in einem Gesicht gesehen, und ich hoffe, nie mehr so was zu sehen.

Oh, ich war nicht gerührt. Ich war fasziniert. Es war, als sei ein Schleier zerrissen. Ich sah düsteren Stolz, erbarmungslose Gewalt, feigen Schrecken auf diesem Gesicht aus Elfenbein, tiefe und hoffnungslose Verzweiflung.

Lebte er sein Leben nochmals, jeden einzelnen Wunsch, jede Versuchung und alle Hingabe, während jenes höchsten Augenblicks vollkommenen Wissens?

Das Grauen! Charlie Marlow, der auf der Weiterfahrt selbst schwer erkrankte, kann sich kaum erinnern, wie er zurück nach Belgien kam. Aber wir können davon ausgehen, dass die Handlung am Ende des

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Sie wären sogar noch eindrucksvoller gewesen, jene Schädel an den Pfostenspitzen, wenn ihre Gesichter nicht dem Haus zugewandt gewesen wären.

Sie trug ihren Kopf hoch erhoben; ihre Haare hatten die Form eines Helms; sie trug einen Beinschutz aus Messing, der ihr bis zum Knie ging, bis zu den Ellbogen reichende Handschuhe aus Messingdraht, einen karminroten Fleck auf jeder der hellbraunen Wangen, zahllose Halsbänder aus Glasperlen; bizarre Gegenstände, Amulette, Gaben von Hexern hingen an ihr herum und glitzerten und bebten bei jedem Schritt.

Sie trug gewiss den Gegenwert mehrerer Elefantenzähne auf sich. Und in der Stille, die sich jäh über das ganze trauervolle Land gelegt hatte, schien die unendliche Wildnis, der gewaltige Körper des fruchtbaren und geheimnisvollen Lebens auf sie zu blicken […].

Er stirbt noch auf dem Flussdampfer. Niemals habe ich eine solche Veränderung in einem Gesicht gesehen, und ich hoffe, nie mehr so was zu sehen.

Oh, ich war nicht gerührt. Ich war fasziniert. Es war, als sei ein Schleier zerrissen. Ich sah düsteren Stolz, erbarmungslose Gewalt, feigen Schrecken auf diesem Gesicht aus Elfenbein, tiefe und hoffnungslose Verzweiflung.

Lebte er sein Leben nochmals, jeden einzelnen Wunsch, jede Versuchung und alle Hingabe, während jenes höchsten Augenblicks vollkommenen Wissens?

Das Grauen! Charlie Marlow, der auf der Weiterfahrt selbst schwer erkrankte, kann sich kaum erinnern, wie er zurück nach Belgien kam.

Aber wir können davon ausgehen, dass die Handlung am Ende des Seit der Kongokonferenz vom November bis Wichtigstes Handelsgut war Elfenbein.

Die als Arbeitskräfte benötigten Afrikaner wurden versklavt und gefoltert. Personifiziert wird das Kolonialsystem durch die Romanfigur Kurtz.

Dabei handelt es sich um den erfolgreichsten Elfenbein-Lieferanten einer belgischen Handelsgesellschaft, der im Zentrum Afrikas eine Terrorherrschaft aufgebaut hat, die Schwarzen hemmungslos ausbeutet und sich wie ein Gott verehren lässt.

Kapitän Charlie Marlow bleibt nach der strapaziösen, gefährlichen Flussfahrt auf dem Schiff, statt in den Dschungel vorzudringen, wie es der bösartig und wahnsinnig gewordene Kurtz getan hat.

Im Gegensatz zu Kurtz akzeptiert Marlow Grenzen. Während Marlow es zunächst kaum erwarten kann, diesen vermeintlichen Übermenschen kennenzulernen, wird er bei der Begegnung mit ihm rasch desillusioniert.

Marlow fährt staunend und immer erregter mit seinem Jammerkahn auf einem breiten, dann immer schmaler werdenden Fluss jenem einen Punkt entgegen — die Ufer rechts und links rücken ihm drohend immer näher —, an dem es nicht mehr weitergeht, es sei denn, er dringe in das Pflanzengewucher ein.

Diese Rahmenhandlung blendet Joseph Conrad zwischendurch immer wieder kurz ein. Der eine ist Charlie Marlow. Der andere ist einer der Zuhörer, der hier die Rahmenhandlung und Marlows Monolog wiedergibt.

In ihrer Dichtheit wirkt die Erzählung wie ein Mythos. Joseph Conrad schreibt mit einfühlsamer Beobachtungsgabe, zwischendurch auch mit Ironie und Sinn für Tragikomik.

Urs Widmer weist in einem Nachwort darauf hin, dass der sonst zögerlich arbeitende Schriftsteller Joseph Conrad diese Erzählung wie in Trance geschrieben habe.

Tatsächlich entstand sie in einem Schaffensrausch von Dezember bis Januar Eine von Ernst W.

Es kam auch auf die Bühne Uraufführung am 6. September am Akademietheater Wien. April am Schauspiel Bonn. Über mich. Joseph Conrad : Herz der Finsternis.

Inhaltsangabe Gegen Ende des Im Auftrag einer belgischen Handelsgesellschaft übernahm der Kapitän einen Flussdampfer auf dem Kongo.

Dabei beobachtete er, wie die Afrikaner ausgebeutet wurden und hörte von dem Agenten Kurtz im Landesinneren, der mehr Elfenbein lieferte als alle anderen zusammen.

Während er es zunächst kaum erwarten konnte, diesen vermeintlichen Übermenschen kennenzulernen, wurde er bei der Begegnung mit ihm rasch desillusioniert In ihrer Dichtheit wirkt sie wie ein Mythos.

Obwohl "Herz der Finsternis" dem Symbolismus zugeordnet wird, handelt es sich um eine realistische Darstellung. Anreise Nachdem Charlie Marlow mehrere Jahre als Schiffskapitän in Fernost verbracht hatte, vermittelte ihm seine in Brüssel lebende Tante eine Anstellung als Kapitän auf einem Flussdampfer in Afrika, der einer belgischen Handelsgesellschaft gehörte.

Zentralstation Der Dampfer, den Marlow übernehmen soll, befindet sich weitere Kilometer stromaufwärts.

Marlow wird immer neugieriger auf diese Persönlichkeit. Ein Geruch aus sackdummer Raubgier schien über alldem zu schweben, wie der Gestank einer Leiche.

Bald darauf ist die Expedition in der Wildnis verschollen. Auf einer Trage bringt man Kurtz zum Flussufer. Als er das Fernglas scharf stellt, trifft es ihn wie ein Faustschlag ins Gesicht: Dann bewegte ich mein Fernglas sorgfältig von Pfosten zu Pfosten und erkannte meinen Irrtum.

Epilog Charlie Marlow, der auf der Weiterfahrt selbst schwer erkrankte, kann sich kaum erinnern, wie er zurück nach Belgien kam.

Auf eine andere Interpretationsmöglichkeit weist Urs Widmer in seinem Nachwort hin: [Die Erzählung] kann, warum nicht?

Mit dem Trauerspiel "Maria Magdalena" zeigt er, wie starres, inhumanes, verständnisloses Festhalten an Moralvorstellungen in einer Katastrophe endet.

Noch sicherer ist eine sehr schwere Wirtschaftskrise, die nicht nur Deutschland als Ziel für Zuwanderer extrem unattraktiv machen wird, sondern die auch in Afrika die Versorgung mit Article source und Medikamenten drastisch verschlechtert und somit die Bevölkerungsdichte senkt. Im Glanz des Sonnenscheins lag keine Freude. Es verwendet zahlreiche Zitate aus Conrads Stream Liebesfilme und Herz Der Finsternis abgeänderte Charakternamen. Er war ein gewöhnlicher Händler, der von Jugend an in diesen Gegenden gearbeitet hatte — Harz V weiter. Sehr viel stärker als bisher muss der Schwerpunkt auf die Hilfe zur Selbsthilfe bei einer künftigen Entwicklungshilfepolitik gelegt https://ruiapp.co/free-stream-filme/sky-go-amazon-fire-tv-stick.php und die fundamentalen Probleme dieses Kontinents, die ungebremste Geburtenflut, sie ist wohl das Existenz gefährdenste Problem Afrikas, müssen schonungslos den hierfür verantwortlichen Politikern in Afrika auf den Tisch gelegt werden. Ich hatte keine Schwierigkeiten, das Kontor der Gesellschaft zu finden. Denn im alten Europa stieg die Population mit verbesserten Nahrungsangebot und fiel bei Verschlechterung. Es gibt aber auch einen Fluch der schlechten Tat: So wird Afrika als Müllplatz für die westliche Wegwerfgesellschaft missbraucht.

Herz Der Finsternis Joseph Conrad : Herz der Finsternis

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Herz Der Finsternis - Inhaltsverzeichnis

Auf einer tieferen Ebene kann der Roman aber auch als eine Reflexion über den menschlichen Existenzkampf angesehen werden. September am Akademietheater Wien. Im Schatten einiger Bäume sieht Marlow ein paar Schwarze, die die Strapazen nicht mehr ertragen und sich zum Sterben zurückgezogen haben. Ein makellos gekleideter und parfümierter Prokurist nimmt Marlow in Empfang. Reine Eroberung dagegen habe allein Ausbeutung zum Ziel. Marlow logiert dort mit ihm. Herz der Finsternis kann als profunde Kritik am europäischen Kolonialismus verstanden werden. Das Buch wurde von Francis Ford Coppola unter dem Titel. Heart of Darkness Blackwood's Magazine Herz der Finsternis Übersetzung: Ernst W. Freißler Deutsche Erstausgabe: Neuübersetzung: Urs Widmer. Die Neuübersetzung des berühmten Kongo-Thrillers: ein Meisterwerk. In seinem berühmten Roman Herz der Finsternis verarbeitet Joseph Conrad seine. Kalt lässt Joseph Conrads „Herz der Finsternis“ bis heute keinen. Kapitän Marlow​. Ausgangspunkt ist England: Fünf Männer warten an Bord der „. Compartir. Anuncio de app de Kindle. Mirar en el interior de este libro​. Das Herz der Finsternis (German Edition) de [Conrad, Joseph]. Das ist mein Anteil an den Vorteilen, die mein Land aus dem Besitz so herrlicher Ländereien ziehen soll. Begins handelt es sich um den erfolgreichsten Elfenbein-Lieferanten einer belgischen Handelsgesellschaft, der im Zentrum Afrikas eine Terrorherrschaft aufgebaut hat, die Schwarzen hemmungslos ausbeutet und sich wie ein Gott verehren lässt. Ja, seht ihr, mich peinigte meine fixe Idee. Wer waren wir, die wir hier eingedrungen waren? Damit spielt er auf die Zeit der römischen Eroberung Britanniens an und beginnt dann, vier Zuhörern an Bord von seiner Reise ins Herz der Finsternis zu erzählen. Damals sah ich Ratatouille Streaming tatsächliche Just click for source dieses Schiffbruchs nicht sofort ein.

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